Kate O’Hara (DE)

1 Posted by - June 1, 2013 - Character Outlines, Work Samples

Desperados 2: Cooper’s Revenge has six major characters (PCs) with individual natures, skills and animations. In order to enable the team to properly design and animate them, I wrote six long-format outlines for these characters. What you can read here is the German outline for Kate O’Hara.

Steckbrief

Alter: 35 Jahre
Vollständiger Name: Kate O’Hara
Persönlichkeit: Femme fatale, professionelle Spielerin (Karten, Männer, das Leben ins­ge­samt), verführerisch, stark, stolz
Beruf: Professionelle Kartenspielerin
Vorbilder: Jane Russel, Maurene O’Hara

Erscheinung und Auftreten

Kate ist die klassische Femme fatale. Ohne Schuhe ist sie 1,67 Meter groß, mit Schuhen misst sie etwa 1,75 Meter. Sie ist von schlanker Statur, eine edle Schönheit, der etwas Verruchtes anhaftet; halb Jungfrau, halb Dirne. Ihre Be­wegungen sind anmutig. Beim Gehen achtet sie auf einen ele­gan­ten Schwung in der Hüfte und darauf, dass der Schlitz in ihrem Kleid ihre schö­nen, fein be­strumpften, langen Beine gut zur Geltung bringt. Auf ihrem Gesicht zeichnet sich fast immer der Hauch eines Lächelns ab; meist eines mit einer leicht iro­ni­schen Note. Die Bandbreite ihres Lächelns ist allerdings groß, reicht von en­gelsgleich bis teuflisch. Ihr Minenspiel ist insgesamt sehr reich­hal­tig, weist ent­weder spannende Übergänge oder abrupte Wechsel auf. Wird Kate wütend, weicht allmählich das Lächeln, dann schießt die rechte Augenbraue in die Höhe, die Augen beginnen zu funkeln, die Lippen werden schmal; nor­ma­ler­wei­se ver­schränkt sie dann die Arme vor der Brust und neigt den Kopf zur Sei­te. Ihre Augen fixieren den armen Kerl, der ihren Unmut erregt.

Lebensabriss

Kindheit auf dem Schaufelraddampfer

Kates Mutter starb bei ihrer Ge­burt. Sie wuchs bei ihrem Vater auf, dem Revolverhelden und professionellen Spieler Francis ‚Pikass’ O’Hara. Mit ihm bewohnte sie über viele Jahre eine Sui­te auf der ‚Mil­waukee Rose’, einem schwimmenden Casino auf dem Mi­chi­gan­see. Es hieß, Francis O’Hara habe die Suite gemietet, aber in Wahrheit hatte er den Dampfer längst beim Pokern gewonnen. Kate begann früh damit, ih­rem Vater bei seinen Tricks und Gau­ne­rei­en zu helfen. Sie lenkte seine Gegner ab, spähte ihre Kar­ten aus und ließ ihrem Vater so manches Ass zukommen, das sein Blatt ent­scheidend verbesserte. Und weil Erwachsene bei ihren Ge­sprä­chen nur selten auf kleine Mädchen ach­ten, trug sie ihm die Geheimnisse sei­ner Gäste zu. Die größte Freude bereitete es Kate, wenn der Vater ihr seine Kartentricks vor­führ­te, und sie lernte die Tricks be­gierig.

Von Dirnen und Bardamen

Die Männer, die das Casino besuchten, brachten nur selten Frauen mit auf die ‚Milwaukee Rose’, und Kate verließ das Schiff nur selten. Die einzigen Frauen, die sie in ihrer Kindheit und Jugend näher kennen lern­te, waren die Dirnen und Bardamen der ‚Milwaukee Rose’. Von ihnen lernte Kate, wie sich eine Frau verhält und gebärdet und wie sie mit Männern um­geht. Männer zum Üben gab es auf der ‚Milwaukee Rose’ ge­nü­gend. Da waren die äl­teren Spieler und Edelmänner, die das Casino besuchten, und die jün­ge­ren Be­diensteten des Schiffes. Für Kate war der Umgang mit Männern ein auf­re­gen­des Spiel, und je älter sie wurde, desto ge­schickter spielte sie es (am liebsten spielte sie mit Cooper, den sie fast zur Ver­zweif­lung brachte).

Der Tod des Vaters

Abwechslung vom Leben auf der ‚Milwaukee Rose’ boten die Reisen des Vaters, der einmal im Jahr mit Kate ein wichtiges Po­ker­turnier im Süden des Landes besuchte. 1867 (Kate war 19 Jahre alt) wurde Fran­cis O’Hara von einem Kopfgeldjäger erschossen, weil einer seiner Rivalen ver­hin­dern wollte, dass er das Pokerturnier erreicht. Kate fand nie he­raus, wer für die Ermordung ihres Vaters verantwortlich war, aber ihre Rache folgte prompt: Sie setzte die Rei­se fort, nahm selbst an dem Turnier teil und – hat es gewonnen.

Das Erbe

Kate war Francis O’Haras einziges Kind. Nach seinem Tode erb­te sie sein gesamtes Vermögen. Seither ist Kate reich, stinkreich, um genau zu sein. Nicht einmal ihre engs­ten Freunde wissen, wie reich Kate wirklich ist. Ihr Reichtum hätte es ihr eigentlich erlaubt, ein entspanntes, sorgenfreies Leben auf der ‚Milwaukee Ro­se’ oder in einer ihrer zahlreichen Villen zu führen, aber in ih­r loderte eine unbändige Abenteuerlust. Sie hat­te die meiste Zeit ihres Le­bens auf der ‚Milwaukee Rose’ verbracht, nun zog es sie hinaus in die Welt, de­ren Abenteuer sie auf den Reisen mit ihrem Vater im­mer nur gekostet, nie aber richtig genossen hatte. Sie hielt es wie ihr Vater und überließ die Ver­waltung ih­res Vermögens dem alten Zahlmeister der ‚Milwaukee Rose’, der es seither ge­wis­senhaft verwaltet. Sie selbst zog los, warf sich voller Neugier in das große Spiel namens Leben.

Das Leben als Spiel

Auf ihrem Weg durch Amerika verfolgte Kate kein klares Ziel. Im Grunde war für sie der Weg selbst das Ziel; Hilfestellung boten die wichtigen Pokerturniere, die in regelmäßigen Abständen in ganz Amerika ab­ge­halten wurden. Ihre Neigung, beim Spiel die Tricks ihres Vaters anzuwenden, brachte Kate mehr als einmal in Verlegenheit. Glücklicherweise hatte sie schon früh in Cooper einen Beschützer gefunden, der sie immer wieder (wenn auch zähneknirschend und mit einer Moralpredigt auf den Lippen) rettete. Aber Kate war sich sicher, dass Cooper sie liebte, und so war es nur recht und billig, dass er ab und an für seine Liebe arbeitete. Später fand sie auch andere Retter. Sam zum Beispiel und auch Doc, was Kate einigermaßen erstaunte, weil sie sich sicher war, dass Doc sie hasste. Aber sie freute sich, glaubte sie doch, dass Cooper sie schickte. Männer zum Kopfverdrehen lernte Kate auf ihren Rei­sen viele kennen, trotzdem zog es sie immer wieder zu Cooper hin. Mit nie­man­dem konnte sie besser Streiten. Aber es war kein Sadismus, der Kate Coo­pers Nähe suchen ließ, sondern ein Gefühl der Vertrautheit, das ihr sonst kein Mann vermittelte. Kate reiste oft viele Meilen, um Cooper zu treffen, und nach ihrer Jagd auf El Diablo nutzte sie die Gelegenheit, um bei ihm zu bleiben.

Verborgene Seiten

Kate liebt Cooper, auch wenn sie ihm ihre Liebe nicht offenbart. Schließlich ist Kate sich sicher, dass Cooper sie ebenfalls liebt, und ihr Stolz verbietet es ihr, den ersten Schritt zu machen. Also beschränkt sie sich darauf, mit Cooper zu flirten. Cooper fühlt sich durch Kates Flirterei an ihre lau­ni­sche Jugend erinnert, weshalb er davor zurückschreckt, ihr seine Liebe zu ge­stehen. Doch Coopers Zurückhaltung löst Kates spitze Zunge, und sie ist be­son­ders bissig zu ihm.

Rolle in Desperados 2

Als Vertreterin des schwachen Geschlechts kann sie sich gefahrlos an Gegner heranwagen. Sie ist so etwas wie die Spionin der Gruppe und zieht die Auf­merksamkeit des Gegners auf sich. Gleichzeitig treibt sie Cooper durch ihren Spott immer wieder zu Höchstleistungen an.

Stärken

Primär: Ihre Schönheit und ihr Sexappeal machen sie zu einer verheerenden Waffe gegen jeden Mann. Sie vermag es wie kaum eine andere, die Blicke der Männer auf sich zu ziehen und an sich zu binden.
Sekundär: Ihr scharfer, äußerst kritischer Verstand bewahrt Cooper vor so manchem Fehler, sofern es Kate gelingt, sich gegenüber Cooper durchzusetzen. Glücklicherweise hat er Gefühle, mit denen Kate virtuos spielen kann, so dass es ihr nicht gerade schwer fällt, sich durchzusetzen.

Schwächen

Primär: Kate ist ein wahrer Joker, wenn es darum geht, andere Leute aus­zu­tricksen. Kommt es aber hart auf hart, ist sie weitaus verletzlicher als die an­de­ren Mitglieder der Gruppe. Das Schießtalent ihres Vaters ist auf Cooper über­ge­gangen, nicht auf Kate.
Sekundär: Ihre Spielernatur und ihre Neigung, schmutzige Tricks an­zu­wen­den, bringen Kate immer wieder in Verlegenheit. So geschieht es nicht gerade sel­ten, dass sie aus einer brenzligen Situation gerettet werden muss.

Handlungsmotivation

Für Kate ist das Leben ein einziges, großes Spiel. Sie hat den unbedingten Wil­len, dieses Spiel zu gewinnen, wenngleich unklar ist, wann es als gewonnen angesehen werden kann. Wie das Spiel steht, beurteilt Kate an der Zahl der Männer, denen sie den Kopf verdreht, und an der Menge des Geldes, das sie beim Kartenspiel gewinnt. Bei einem Auftrag ist für sie zweierlei von Be­deu­tung: Die Höhe des Kopfgeldes und die Schwierigkeit des Unterfangens. Je schwieriger ein Unterfangen ist, desto stärker spricht es ihre Instinkte als Spie­lerin an. Das Kopfgeld wird in ihrer Vorstellung zu einem Jack­pot, den es zu knacken gilt. Je größer der Jackpot, desto besser; nötig hat sie das Geld je­den­falls nicht.

Kleine Verhaltensstudie

Kate betritt den Saloon einer fremden Stadt

Kate schreitet selbstbewusst in den Schankraum. Ihre Augen sind wach, durcheilen den Raum; manchen schenkt sie ein flüchtiges Lächeln. Dann wählt sie sich einen Mann aus, der jung und kräftig, aber ein wenig schüchtern wirkt, macht ein paar Schritte auf ihn zu und lässt ihre Handtasche fallen. Kommt er und hebt die Tasche auf, sorgt sie dafür, dass er beim Bücken ihr Bein be­rührt. Sie strahlt ihn an, nimmt die Tasche entgegen, streift ihn dabei zart am Un­ter­arm. Dann lässt sie sich von ihm an den Tresen führen und verwickelt ihn in ein hei­teres Gespräch. Ihr Lachen klingt durch den Schankraum, und mit Hilfe des Spiegels in ihrer Puderdose vergewissert sich Kate, dass ihr die männ­li­chen Gäste neugierige Blicke schenken. Dann dreht sie sich unvermittelt um und sagt: »Mir ist langweilig, meine Herren. Wer von Ihnen möchte mir durch ein kleines Kartenspiel die Zeit vertreiben?« Finger schnellen in die Höhe. »Was ist mit Ihnen, mein Herr?« fragt sie den Mann an ihrer Seite, den sie als ihren Be­schützer auserkoren hat … für alle Fälle. Dann wählt sie unter all den Fin­gern die Reichsten.

Kate sitzt alleine in einem Zimmer

Kate sitzt aufrecht vor dem Spiegel. Sie schlägt die Beine übereinander, stützt die Hände aufs Knie und lehnt sich ein wenig nach vorne. Der Ausschnitt ihres Kleides gibt den Blick auf den An­satz ihres Busens frei. Kate grinst, als sie es sieht. Sie zieht die Nase kraus und kon­zentriert sich auf ein unschuldiges Klein­mäd­chen­lä­cheln. Sie variiert es ein we­nig, dann senkt sie keusch die Au­gen­lie­der, nur um den Spiegel im nächsten Mo­ment engelsgleich anzustrahlen. Kate wie­der­holt die Übung, bis sie mir der Wirkung zufrieden ist. Dann greift sie nach ihren Karten, mischt und verteilt sie mit flinken Fingern. Das Pikass verschwindet unter dem Strumpfband. Im Spie­gel war nichts zu sehen. Kate ordnet ihre Karten, lässt die schlechteste unter dem Strumpfband verschwinden. Als sie das Pikass für den Bruchteil einer Se­kunde im Spiegel erspäht, verzieht sie ungnädig das Gesicht und schnaubt ver­ärgert.

Kate und die unerwartete Gefahr

Kate stößt einen hohen, erschrocken Schrei aus. Dann greift sie sich an die Stirn und sinkt sanft auf die Straße, wo sie reglos liegen bleibt. Nach einer Weile öffnet sie vor­sichtig ein Auge.

Begegnung mit dem anderen Geschlecht

Siehe ›Kate betritt den Saloon einer fremden Stadt‹.

Das Baby im Arm

Käte hält das Baby zart auf dem linken Arm. Seine Füße liegen in ihrer Hand, das Köpfchen ruht in der Armbeuge. Kate grinst, kitzelt das Baby am Hals. Es gluckst vor Freude. Kate hebt das Baby lachend über sich und beißt ihm spielerisch in den Fuß. Da hält Kate inne und schnuppert. Das Baby stinkt! Kate rümpft die Nase. »Cooper!«, sagt sie und drückt ihm das Kind in den Arm. Dann lässt sie ihn stehen.

Geruch

Kate riecht nach einer Mischung aus Bergamotte, Zypresse, Mandarinen und Kardamom, einem Parfum, das ihr Doc geschenkt hat und das sie reichlich ver­wendet, um die Aufmerksamkeit der Männer auf sich zu lenken.

Spezielle Verhaltensweisen

Verführerische Kate

Will Kate einen Mann verführen, zupft sie ge­dan­ken­ver­loren an ihrem Kleid, lehnt sich an eine Mauer, win­kelt das Bein an, lässt ihr fein bestrumpftes Knie durch den Schlitz des Kleides ­lu­gen und betrachtet sich neckisch im Spiegel ih­rer Pu­derdose. Nähert sich der Mann, berührt Kate ihn zart mit der Hand oder dem Bein. Ihre Berührungen wirken beiläufig, werden von Kate aber sehr gezielt eingesetzt.

Mimik

Auf Kates Gesicht zeichnet sich fast immer der Hauch eines Lächelns ab; meist eines mit einer leicht iro­ni­schen Note. Die Bandbreite ihres Lächelns ist groß, reicht von en­gelsgleich bis teuflisch. Ihr Minenspiel ist ins­gesamt sehr reich­hal­tig, weist ent­weder spannende Übergänge oder abrupte Wechsel auf. Wird Kate wütend, weicht allmählich das Lächeln, dann schießt die rechte Augenbraue in die Höhe, die Augen beginnen zu funkeln, die Lippen werden schmal; nor­ma­ler­wei­se ver­schränkt sie dann die Arme vor der Brust und neigt den Kopf zur Sei­te. Ihre Augen fixieren den armen Kerl, der ihren Unmut erregt.

Stehen/Warten

Kate lächelt. Sie stemmt die rechte Hand auf die Hüfte, zupft mit der linken das Kleid zurecht. Sie sagt: »Und? Was jetzt?« Geschieht nichts, lehnt sie sich an eine Hauswand oder eine Mauer. Sie stemmt den rech­ten Fuß ans Gemäuer, so dass ihr fein bestrumpftes Knie zu sehen ist, und kramt ihre Puderdose aus der Tasche. Dann betrachtet sie sich im Spiegel der Dose, wobei sie ab und an auf­schaut, um zu prüfen, ob sie jemand beobachtet. Ist Cooper in der Nähe, sagt sie: »Na?« und setzt ihn der vollen Macht ihres Lächelns aus.

Gehen

Beim Gehen achtet Kate auf einen ele­gan­ten Schwung in der Hüfte, und darauf, dass der Schlitz in ihrem Kleid ihre schö­nen, fein be­strumpften, langen Beine gut zur Geltung bringt. Sie schaut neugierig zu dem Ort, auf den sie zugeht und sagt: »Jetzt bin ich aber gespannt.«

Laufen

Kates hochhackige Schuhe und ihr enges, langes Kleid sind nicht ge­ra­de zum Rennen gemacht. So ist Kate dazu gezwungen, das Kleid mit beiden Händen hoch zu raffen, was zwar ihre schönen, schlanken Waden gut zur Gel­tung bringt, zugleich aber ungemein lästig ist. Kein Wunder, dass Kate nicht gerne rennt, auch wenn sie die Kondition dazu eigentlich hat. Sie beginnt jeden Spurt quengelnd, mit den Worten: »Oh nein, nicht schon wieder!« und flucht bei längeren Strecken wenig damenhaft: »Mist!« oder »Scheiß Kleid!«

Schleichen

Kate rafft ihr Kleid mit beiden Händen hoch und achtet darauf, dass ihre Absätze den Boden nur ganz leise berühren. Ihre Augen funkeln vor Neugier. Sie flüstert aufreizend: »Psst, ganz leise.«

Kriechen

Kate ist eigentlich nicht pingelig. Aber wie zur Hölle soll man einen Mann verführen, wenn man ganz matschig ist? Also fragt Kate erst einmal schnippisch »Muss das sein?«, bevor sie sich vorsichtig auf den Boden legt. Das enge Kleid hindert Kate am Kriechen. Sie krabbelt eher auf allen Vieren, wobei sie leise vor sich hin flucht: »Mist!« oder »Scheiß Kleid«. Schaut einer ihrer Freunde ihr zu und will etwas sagen, wirft sie ihm einen strengen Blick zu und sagt: »Halt die Klappe!« Steht Kate wieder auf, klopft sie erst einmal ihr Kleid ab und zupft es zurecht.

Umgang mit dem Revolver

Im einen Moment nestelt Kate noch an ihrem Strumpfband, im anderen hat sie den Derringer in der Hand. Sie zielt eher nachlässig auf den Gegner, zieht die Nase kraus und guckt so, als wolle sie je­manden kitzeln. Dabei sagt sie aufreizend: »Na?« oder »Dich krieg’ ich!«

Verwendung der Puderdose

Sie lächelt den Gegner an, bis er ganz dicht bei ihr ist. Dann pustet sie ins Puder, ganz sanft, so, als wolle sie einen Käfer von ihrem Handrücken pusten. Ihr Lächeln verwandelt sich in ein falsches, mit­leidiges Grinsen, und sie sagt: »Oh. Fies, was?« In der Regel streicht sie ihrem Opfer dabei zart mit der Hand über die Wange.

Akustische Maske

»Und? Was jetzt?« – »Jetzt bin ich aber gespannt.« – »Oh nein, nicht schon wieder!« – »Mist!« – »Scheiß Kleid!« – »Psst, ganz leise.« – »Muss das sein?« – »Halt die Klappe!« – »Na?« – »Dich krieg’ ich!« – »Oh. Fies, was?«


FEATURED IMAGE: ARTWORK (KATE O’HARA) / DESPERADOS 2: COOPER’S REVENGE / SPELLBOUND ENTERTAINMENT